Unser Verein ist Mitglied

  • im Förderverein P2V Altenburg e. V.  und
  • im Tourismusverband Altenburger Land e. V.

Hauptgegenstand unserer Vereinsarbeit ist das Heimat- und Papiermuseum in Fockendorf bei Altenburg (Thür.). Es ist von uns aufgebaut worden und wird durch den Verein betrieben.

Am 3. September 2010 erhielt unser Verein vom Landratsamt Altenburg eine Auszeichnung für seine Verdienste auf dem Gebiet der Denkmalpflege.Auszeichnung

Geöffnet hat das Museum von März bis November jeden letzten Samstag im Monat von 10 Uhr bis 17 Uhr.

Darüber hinaus besteht für angemeldete Gruppen zum vereinbarten Termin täglich die Möglichkeit eines Besuchs.

Der Unkostenbeitrag beträgt 3,- Euro pro Person. Kinder unter 7 Jahre haben freien Eintritt.

Das Museum verfügt auch über einen separaten Eingang, über den der Ausstellungsraum stufenlos und barrierefrei auch mit Rollstuhl erreichbar ist und auch über eine Behindertentoilette.

Das Museum befindet sich in einem Gebäude der ehemaligen Papierfabrik Fockendorf, das neben anderen unter Denkmalschutz steht. Dort befindet sich auch der Sitz des Vereins. Wir sind vom Finanzamt Gera als gemeinnütziger Verein anerkannt.

Die Anschrift lautet:

Traditionsverein Papierfabrik Fockendorf e.V.
Fabrikstrasse 10
04617 Fockendorf

Bankverbindung:
Sparkasse Altenburger Land
IBAN: DE77 8305 0200 1213 0003 82

Sollten Sie Interesse an einer Mitgliedschaft haben, melden sich bei uns an:

Ihr Ansprechpartner:

Frank Heinzig

Anschrift: Pahna Nr. 2 | 04617 Fockendorf

Telefon: 034343 54267  | Mobil: 0175 6471064 | frank-heinzig@t-online.de

Jahresbericht 2018

                                                                                                                               

Auch im Jahr 2018 konzentrierte sich die Vereinsarbeit auf den Betrieb des Heimat- und Papiermuseums und damit zugleich auf den Denkmalschutz, die Denkmalpflege und die Heimatgeschichte.

Einschneidende Auswirkungen auf die finanzielle Situation des Vereins hatte die extreme Trockenheit im Jahr 2018. Dadurch konnte unser Wasserkraftwerk weit weniger Strom erzeugen als normal. Von Juni bis September stand es wegen Wassermangel insgesamt 12 Wochen komplett still und in den restlichen Monaten bis Jahresende konnte auf Grund der geringen Wassermenge nur etwa die Hälfte der normalen Stromeinspeisung erzielt werden. Dazu kamen im Februar und März insgesamt noch 4 Wochen Stillstand wegen Vereisung. Die Einspeisevergütung, die sonst etwa 50 % unsere Gesamteinnahmen ausmacht, ist dadurch gegenüber dem Vorjahr deutlich geringer ausgefallen.

Wasserkraftwerk

Positiv entwickelt haben sich erneut die Besucherzahlen des Museums. Wir konnten in dieser Saison 2.075 interessierte Besucher zählen, das sind 375 Besucher mehr, als im Jahr vorher, darunter waren 21 Schulklassen aus Altenburg, Jena, Leipzig, Dresden, Colditz und Rochlitz. Unter anderen war auch eine Besuchergruppe aus der Schweiz hier und sozusagen als krönender Abschluss der Saison der bekannte Sänger und Moderator Gunther Emmerlich aus Dresden. Ein spezieller Höhepunkt war der Mühlentag am 21. Mai, der gemeinsam mit den anderen Vereinen der Gemeinde und der Fockendorfer Müllerfamilie Sparborth organisiert worden war.

Papiermaschine

Auch 3 externe Veranstaltungen wurden durchgeführt und zwar der Handwerkermarkt in Rositz, eine Jubiläumsveranstaltung in der Papierfabrik Trebsen und eine Jubiläumsveranstaltung in der Kartonfabrik Schwarzenberg. Die beiden letzteren waren eine besondere Herausforderung, weil beide am gleichen Tag stattfanden und deshalb die personelle Absicherung äußerst schwierig war.

Unser Museum besteht bekanntlich nicht nur aus Sammlungen und Ausstellungen, sondern es bietet auch und besonders verschiedene Möglichkeiten der aktiven Vorführungen und Tätigkeiten. Das ist in erster Linie unsere Handschöpferei, wo die Besucher die Möglichkeit haben, selbst Papier zu schöpfen, was vor allem von Schulklassen intensiv genutzt wird. Gerade dieses Angebot erfordert aber einen großen nachträglichen Arbeitsaufwand zur Fertigstellung des Büttenpapiers und nur durch das außergewöhnlich starke Engagement unserer beiden Vereinsmitglieder Gisela Korsun und Manfred Banz konnte diese Aufgabe bewältigt werden. Immer wieder erhalten wir auch von Firmen oder Vereinen Aufträge zur Anfertigung von handgeschöpften Büttenpapier mit speziellen Wasserzeichen. 2018 erhielten wir z. B. einen solchen Auftrag von der Papierfabrik Schulte in Trebsen über 150 Bogen Papier mit deren Logo als Wasserzeichen. Insgesamt sind 2018 mehr als 800 Bogen handgeschöpftes Büttenpapier hergestellt und verkauft worden.

Handschöpferei

Die Sonderausstellung 2018 befasste sich mit Scherenschnitten, sie wurde gestaltet vom Freundeskreis Scherenschnitt Schmölln. Sehr viel Anklang hat auch die Ausstellung von 27 großformatiger Fotos gefunden, die von der Gruppe Bildermacher & Co. im Museumsgebäude erstellt worden ist.

Im Heimatmuseum wurde vor allem die Ausstellung zur DDR-Lebenskultur weiter ausgebaut und auch diese Ausstellung fand zahlreiche interessiere Besucher.

Heimatmuseum

Die Freilichtausstellung ist durch eine Entwässerungsmaschine der Papierfabrik Grünperga in Grünhainichen und dem Laufrad der Dampfturbine der Fockendorfer Papierfabrik ergänzt worden.

2018 sind folgende drei Personen unserem Verein beigetreten: Frank Stalive aus Meuselwitz, Steffen Soult aus Neupetershain und Stefan Hänsel aus Borna. Damit haben wir wieder 26 ordentliche Mitglieder, trotzdem ist der Betrieb des Papiermuseums in der bisherigen Form mittel- und langfristig nicht gesichert. Die Handschöpferei und die funktionstüchtige Anlage zur maschinellen Papierherstellung kann gegenwärtig nur von 5 Vereinsmitgliedern ehrenamtlich betrieben werden, die sich im Rentenalter befinden, weil die jüngeren Mitglieder wegen ihrer beruflichen Tätigkeit für die permanenten erforderlichen Aufgaben nicht zur Verfügung stehen können. Die betreffenden 5 Vereinsmitglieder sind teilweise bereits im fortgeschrittenen Alter bzw. gesundheitlich eingeschränkt, so dass eine stabile Weiterführung des Papiermuseums auf dem bisherigen Niveau nicht gewährleistet ist. Besonders die zahlreichen Schulklassen wären davon betroffen. Die einzig mögliche Lösung dieses Problems besteht in der Einstellung einer geeigneten hauptamtlichen Person für das Papiermuseum, was natürlich eine entsprechende Finanzierung erfordert. Am 8. November wurde dazu im Museum eine Beratung unter Teilnahme des Landrats, Herrn Mälzer, der Vorsitzenden der VG Pleißenaue, Frau Richter, dem Fockendorfer Bürgermeister, Herrn Jähnig und dem Vereinsvorsitzenden, Herrn Heinzig abgehalten. Über die Notwendigkeit der Maßnahme wurde man sich schnell einig, aber eine Finanzierungsmöglichkeit ist bisher nicht gefunden worden.

Neben der Vergütung für die Stromeinspeisung, den Einnahmen für Führungen und Vorführungen von Besuchern, den Erlösen aus dem Verkauf von diversen Produkten, Büttenpapier, Büchern und Broschüren erhielten wir noch eine Zuwendung aus Mitteln der Thür. Ehrenamtsstiftung in Höhe von 250,- €. Geldzuwendungen erhielten wir außerdem von der Papierfabrik Schulte in Trebsen, von der Schumacher Packaging GmbH in Schwarzenberg, von der Firma ONTRAS Gastransport GmbH und zahlreichen Privatpersonen.

Mit unseren Einnahmen konnten wir diverse Investitionen finanzieren, zum Beispiel eine Gas-Außenwand-Heizung für unser Büro, eine wertvolle historische Papiermacher-Zunftlade, Regale für das Heimatmuseum, Zubehör und Ersatzteile für unseren Computer, über 20 großformatige Bilderrahmen und diverse Werkstoffe, Bastelmaterial und Werkzeuge. Nicht unerhebliche Kosten sind auch für Werbung in der Presse entstanden.

Zunftlade

Papiermacherwappen

Am 18. Oktober hat der Verein unter Teilnahme der Ehe- bzw. Lebenspartner eine Busreise nach Meißen organisiert. Dort erwartete uns eine Stadtführung inklusive einer Führung in der Albrechtsburg, am Nachmittag führte uns eine Weinbergwanderung zu einer Weinverkostung in ein Weingut. Die Exkursion war sehr interessant und hat allen 15 Teilnehmern gut gefallen.

Am 6. Dezember fand dann im Fockendorfer Gasthof Wappler unsere Saisonabschlussfeier unter Teilnahme von 14 Vereinsmitgliedern mit Kaffee, Stollen und Wildschweinbraten statt. Es wurden viele interessante Gespräche geführt, über Erlebnisse berichtet und Meinungen ausgetauscht.

Saisonbeginn des Jahres 2019 wird wiederum im März sein. Die neue Sonderausstellung 2019 ist dem Thema Papierservietten gewidmet, sie wird am 30. März eröffnet.

Frank Heinzig

Vereinsvorsitzender